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KI verstehen

Künstliche Intelligenz – verständlich erklärt

Ein strukturierter Einstieg in sieben Kapiteln: von den Grundlagen über gute Prompts bis zu ersten eigenen Übungen.

Leuchtende Bücher, aus denen ein Netzwerk aus Lichtpunkten aufsteigt
01

Was ist künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet Computersysteme, die Aufgaben lösen, für die bisher menschliches Denken nötig war – etwa Sprache verstehen, Bilder erkennen oder Muster in Daten finden.

Die aktuell bekanntesten Anwendungen sind generative KI-Modelle. Sie wurden mit großen Mengen an Texten, Bildern oder Audiodaten trainiert und können daraus neue Inhalte erzeugen. Sie „wissen“ nichts im menschlichen Sinn, sondern berechnen auf Basis statistischer Zusammenhänge die wahrscheinlich passendste Antwort.

02

Was kann ChatGPT?

ChatGPT ist ein dialogbasierter KI-Assistent. Du schreibst eine Nachricht, das Modell antwortet – und du kannst nachfragen, präzisieren oder korrigieren.

  • Texte entwerfen, kürzen, umformulieren und übersetzen
  • Inhalte zusammenfassen und strukturieren
  • Fachbegriffe und Zusammenhänge erklären
  • Ideen sammeln und Entscheidungen durchdenken
  • Verlässlich aktuelle Fakten liefern – das muss immer geprüft werden
  • Rechts-, Steuer- oder Gesundheitsberatung ersetzen
03

Wie funktionieren gute Prompts?

Ein Prompt ist deine Anweisung an die KI. Die Qualität der Antwort hängt stark davon ab, wie klar du formulierst. Bewährt hat sich eine einfache Struktur:

Rolle

In welcher Rolle soll die KI antworten?

Ziel

Was genau soll herauskommen?

Kontext

Für wen? Welche Rahmenbedingungen?

Format

Länge, Aufbau, Tonfall

„Du bist eine erfahrene Lektorin. Überarbeite den folgenden Text für eine Vereins-Webseite. Zielgruppe sind Familien. Halte ihn unter 120 Wörtern und formuliere freundlich und klar.“

04

KI im Alltag

Der größte Nutzen entsteht oft bei kleinen, wiederkehrenden Aufgaben: eine E-Mail formulieren, einen Wochenplan erstellen, eine lange Anleitung zusammenfassen oder sich ein Thema einfach erklären lassen. Viele Smartphones und Office-Programme haben KI-Funktionen inzwischen direkt eingebaut.

05

Datenschutz und kritischer Umgang mit KI

Alles, was du eingibst, wird an den Anbieter übertragen. Je nach Dienst und Einstellung können Eingaben gespeichert oder zum Training genutzt werden.

  • Personenbezogene Daten vor der Eingabe entfernen oder anonymisieren
  • Datenschutz-Einstellungen des Dienstes prüfen
  • Wichtige Aussagen mit verlässlichen Quellen gegenprüfen
  • KI-generierte Inhalte kennzeichnen, wo es erforderlich ist
06

Typische Fehler vermeiden

  • Ergebnisse ungeprüft übernehmen
  • Zu knappe, vage Anweisungen geben
  • Nach dem ersten Versuch aufgeben, statt nachzuschärfen
  • Vertrauliche Daten unbedacht eingeben
  • Zu viele Werkzeuge gleichzeitig ausprobieren
07

Erste praktische Übungen

  1. Erklären lassen: Bitte einen KI-Assistenten, dir einen Begriff aus deinem Beruf so zu erklären, als wärst du zwölf Jahre alt.
  2. Umformulieren: Gib eine eigene E-Mail ein und lass sie freundlicher und kürzer formulieren. Vergleiche beide Versionen.
  3. Struktur testen: Stelle dieselbe Aufgabe einmal knapp und einmal mit Rolle, Ziel, Kontext und Format. Was ändert sich?
  4. Faktencheck: Lass dir drei Fakten zu einem Thema nennen und prüfe sie mit einer verlässlichen Quelle.

Bereit für die Praxis?

Im Werkzeugverzeichnis findest du KI-Tools für jede Aufgabe.